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Zufallstext:
| 06) Die Veränderung |
Um diese Art der Party-Vorbereitung und –Durchführung zu ermöglichen, bedurfte es immenser Anstrengungen, denn es mussten ja jedes Mal – passend zum Motto/Thema des jeweiligen Abends – neue Menschen mit dem entsprechenden kulturellen Background gesucht und gefunden werden. Daß 50 BrasilianerInnen, die sich mit Begeisterung an der ‚Brazilectro’-Party beteiligten, sich nicht mit gleicher Motivation auch für ein Thema ‚Osteuropa’ begeistern lassen würden, ist nur zu verständlich. Hier halfen unsere GeschäftsführerInnen und vor allem die sogenannten ‚Team-Koordinatoren’ (quasi das „Gedächtnis“ der Party-Reihe), in dem sie immer wieder auf die Suche gingen, Kontakte knüpften und das in der Vergangenheit angesammelte Wissen immer an die Neuen weitergaben.
Nach fünf äußerst erfolgreichen Jahren (und circa 20 Parties) machte sich aber auch bei uns ein schleichender „Abnutzungsprozess“ bemerkbar – Lebensschwerpunkte veränderten sich bei vielen, die von Anfang an dabei waren, und der enorm hohe Arbeitsaufwand, den die Mitarbeit im Verein und die Parties erforderte, war mit immer weniger Aktivisten auf Dauer nicht aufrecht zu erhalten.
Dazu kam, dass nach vier bzw. fünf Jahren die Förderung der senatorischen Behörden mit der Begründung eingestellt wurde, daß die Verstaltungsreihe ja sehr erfolgreich arbeite. Ohne die Zuschüsse seitens der Kommune konnten die Honorare für die GeschäftsführerInnen nicht länger gezahlt werden. Ohne feste Mitarbeiter, die sich tagtäglich um die ehrenamtlichen Mitarbeiter bemühen, kann man eine größere Organisationsstruktur von Freiwilligen nicht darstellen. Man braucht verläßliche Konstanten, die als langfristige Ansprechpartner der Organisation Struktur geben. Denn 25 Koordinatoren und 100 Helfer wollen betreut werden, letzten Endes arbeiten die Ehrenamtlichen nur dafür, dass man sie lobt. Wenn niemand mehr da ist, der geleistete Arbeit zumindest regelmäßig und überzeugend mit Lob und Anerkennung honoriert, erlahmt bei allen Ehrenamtlichen das Engagement.
Wir hatten nun zwei Optionen: A) die Veranstaltungsreihe zu beenden, da das ursprüngliche Ziel nicht länger erreichbar war oder B) unser Angebot so zu reduzieren, so dass wir die Aufgaben bei der Event-Realisierung mit der stark geschrumpften Helferzahl bewältigen konnten.
So kam es ab etwa Sommer 2008 zu einer ersten schrittweisen Reduzierung des Angebots – betroffen waren hier in erster Linie die (zuvor immer sehr aufwendige!) Dekoration der Räume, die Info-Area, das Feedback-Team, das uns durch seine Befragung der Besucher immer wieder Aufschluß über unser Publikum gegeben hatte, und das beliebte Welcome-Team.
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