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worldbeat bremen e.V. » Event / Termin INFO


07 kwaito sounds - south african dance night
07 kwaito sounds  -  south african dance night
Eventbeginn: Sa.,16. Oktober '04 - 21:00 h
Location: Bürgerhaus Weserterrassen
Eintritt normal / Studenten-Ticket: 8,- € / 6,- €
Klicks: 1899
Besucherzahlen (inkl. Gästeliste) / ehrenamtliche Helfer: 603 / 99
Pressemappe mit Artikeln über die Party:

Beschreibung / Informationen:

worldmusic meets clubculture, part VII
”kwaito sounds” - southern african dance night
global beats on 3 dancefloors
buergerhaus weserterrassen, bremen, osterdeich 70b
sa. 16.10.2004 21:00 h
entry fee: 8,00 €, / 6,00 €
international guests welcome !






dj ly (south africa)
dj tha silver (kenya)
dj juergen schmitz (fhe)
dj burghard rausch (fhe)
dj bayo (ivory coast)
dj ralph ”von” richthoven (fhe)
dj jan helmerding (afro-house)

live-percussion : ton ton (guinea) & puma (worpswede)

visuals: v.i.p.-vj-team
deco- & lightart: die lichtfänger (manja & fermin)
fingerfood & welcomedrink
Information & exhibition

garden is open!





worldmusic meets clubculture, part VII
”kwaito sounds” - southern african dance night
global beats on 3 dancefloors

sa. 16.10.2004 ab 21:00 Uhr
im Bürgerhaus Weserterrassen, Bremen


Was wissen wir über Südafrika? Was fällt einem da ein? Apartheid-System, Nelson Mandela, Krüger-Rand, Cape-Trauben, Soweto, Großwild-Safaris, Sun City, konservative Buren, Zulu-Häuptlinge, Diamantenfelder, die übernächste Fußballweltmeisterschaft und natürlich KWAITO.
Kwaito, das ist die musikalische Revolution des neuen Südafrikas, sprich nach der Überwindung des Apartheid-Regimes. Diese Musikstilart ist zu 100% in den Ghettos entstanden, die etablierten Musiker hatten nichts damit zu tun. Während der Apartheid war die Aufgabenverteilung und das vorgegebene Ziel klar: nahezu alle Künstler kämpften gegen die Apartheid, jeder mit den Mitteln, die ihm gegeben waren. Als das Regime zusammenbrach, raubte man gleichzeitig auch fast allen Kulturschaffenden den Sinn ihrer bisherigen jahrzehntelangen Arbeit. Denn Nelson Mandela war Präsident, alles war "gut", und die Weltöffentlichkeit konnte sich anderen Themen widmen. Das Ergebnis war ein schlagartiges, kulturelles Vakuum.
Natürlich war nicht alles "gut" und die ökonomische Situation der Bewohner von Soweto hatte sich kein bisschen verbessert. Für die musikalischen Idole von gestern (Miriam Makeba, Johnny Clegg, Ladysmith Black Mambazo, Mahotella Queens) interessierten sich aber die Jugendlichen in den Ghettos jetzt nicht mehr. Sie wollten die coole Musik, die sie von MTV her kannten: Hip Hop & House. Die ersten Versuche Hip Hop und House in Johannisburg zu produzieren, waren kein bisschen besser, als ähnliche Versuche seinerzeit in Berlin. Aber in Südafrika man wagte man Ende der 90.er Jahre ein stilistisches Experiment, bei dem die "Stilpolizei" damals nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen konnte: Housegrooves auf HipHop-Tempo runtergedreht, also um mehr als 30 Bpm "zu langsam" und dazu ein mehr gebrüllter, als gesungener, Chorus in einem Ghetto-Dialekt. Alles kombiniert mit einem folkloristischen Kleidungsstil und einer Sprachrhythmik, die sich nur noch ansatzweise auf die ursprüngliche Quelle "Hip Hop" bezieht. Damit konnten in Europa und den USA weder die House-Scene noch die Hip Hop-Communinty etwas anfangen. Aber die Jugendlichen in den Ghettos von Südafrika um so mehr und die neuen Kwaito-Stars lernten blitzschnell, die Produktionen sind längst auf internationalem Standard. Noch ist es schwierig die CD´s von Arthur, Mandoza, Bongo Maffin, Mdu, Brenda Fassie oder Jimmy B. hier in Europa zu bekommen, aber es gibt bereits 3-4 Kwaito-Sampler, die einen guten Überblick über die neue und aufregende Musikscene Südafrikas bieten.




Das "worldmusic meets clubculture” Konzept

Der Verein worldbeatbremen e.V. hat in Kooperation mit dem Radioprogramm ”Funkhaus Europa” und dem Bürgerhaus Weserterrassen die Veranstaltungsreihe ”worldmusic meets clubculture” vor einem Jahr in Bremen initiiert. Nach Indien, Brasilien, Osteuropa, Frankreich, Orient und Karibik konzentriert sich das multikulturelle wbb-Team auf das südliche Afrika. Menschen mit unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen bereiten diesen Abend gemeinsam vor. Ziel ist die interkulturelle Begegnung und das Lernen daraus. In der Teamarbeit vor und während der Veranstaltung geht es dabei auch um Ablehnung von Rassismus und Sexismus.




Die Teams & Areas

Eigens für diesen Abend haben sich wieder über 70 Freiwillige, darunter viele MigrantInnen und internationale StudentInnen, zusammengefunden, die beschlossen haben, diese ”Südafrikanische Nacht” zu einem unvergesslichen Ereignis werden zu lassen. In 20 verschiedenen Teams wird der Abend 8 Wochen lang präzise vorbereitet – dabei ist interkulturelle Kommunikation in der Vorbereitungszeit dem Verein WorldBeatBremen besonders wichtig. Der Weg ist das Ziel!



In der neuen Contact-Area werden mehrere Organisationen ihre Stände aufbauen und dafür sorgen, dass für Interessierte möglichst viel Wissenswertes über das südliche Afrika in gedruckter Form und Bildern vorliegt. In einer Fotoausstellung von Mo Witzki berichten SüdafrikanerInnen von persönlichen Änderungen, die sie 10 Jahre nach Ende der Apartheid erlebten. Vortrag und Diskussion dazu sind in Planung. In einer Videodokumentation berichtet die Bremer Künstlerin Edeltraut Rath von ihrem Wandmalereiprojekt am Schulzentrum Obervieland und Gymnasium Obervieland, dass sie gemeinsam mit dem Künstler Joseph Manana aus Durban/Südafrika durchgeführt hat. Vorgestellt wird in dieser Area auch das "Siyakhula Community Music Centre" Projekt. Im Township Umlazi bei Durban wird für Kinder und Jugendliche Unterricht in Musiktheorie und an Instrumenten angeboten, um Grundlagen für weitere Musikausbildungen und Studien zu schaffen. Die Literatur zum Thema ´Südliches Afrika´ stellt die Buchhandlung "Andere Seiten" zusammen.

Im Lounge-Bereich werden vom V.I.P.-Videoteam Ausschnitte aus afrikanischen Spielfilmen und Videos live zur Musik in Beziehung gesetzt.
Die Deko-Profis ”Die Lichtfänger” (Manja & Fermin) entwickeln das Design für alle drei dancefloors im Bürgerhaus. Zusätzlich baut das von Rolan & Daggi angeleitete Deco-Team II (mehrheitlich ehrenamtliche HelferINNEN aus dem südlichen Afrika) die Dekoration für die ”Safari Lounge”. Das Deco-Team II ist ebenfalls zuständig für die Umgestaltung des Café´s "Cape God” sowie des farbenprächtigen Foyers.


Die Dancefloors

Auf dem Kwaito-Floor legen DJane Ly (South Africa) & DJ Tha Silver (Kenya) Musik aus dem südlichen Afrika auf.
Auf dem großen "World-Floor" präsentieren drei DJ´s die aktuellen Hits der Weltmusik: DJ Burghard Rausch (Funkhaus Europa), DJ Bayo (Ivory Coast) & DJ Jürgen Schmitz (Funkhaus Europa).
Im Club spielen dj ralph ”von” richthoven (Funkhaus Europa) und DJ Jan Helmerding (Afro-House) die moderne, elektronische Variante der Weltmusik auf, genannt ”Global Electronica”.




Veranstalter und Unterstützung
"worldmusic meets clubculture” ist eine Veranstaltung vom Verein worldbeatbremen in Kooperation mit Funkhaus Europa/Radio Bremen und dem Bürgerhaus Weserterrassen.

Die Veranstaltung wird unterstützt durch:
Senator für Kultur; Senator für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales; der Ausländerbeauftragten des Landes Bremen; Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung BIZ; Universität Bremen; Hochschule Bremen; Goethe-Institut Internationes; Fremdsprachenzentrum der Hochschulen im Lande Bremen, ASTA Uni Bremen; Bremer Marketing GmbH; Bremer Magazin; Buchhandlung ”Andere Seiten”; Kühl-Beschallung; Eurodruck; Kulturräume Ulrike Osten; Trikont Records, Exil Musik, Putumayo Records.





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