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worldbeat bremen e.V. » Event / Termin INFO


23 turkish delight
23 turkish delight
Eventbeginn: Sa.,17. Januar '09 - 21:00 h
Location: Bürgerhaus Weserterrassen
Eintritt normal / Studenten-Ticket: 8,- € / 6,- €
Klicks: 1132
Pressemappe mit Artikeln über die Party:

Beschreibung / Informationen:


foto: istockphoto.com

« turkish delight »
turkish pop, modern bellydance, turkish hip hop



Tarkan kennt jeder, vielleicht auch noch Sezen Aksu, Mustafa Sandal oder Ibrahim Tatlises. Aber dann? Wer keine Eltern hat, die aus der Türkei stammen, der hat in der Regel keine Ahnung, was es an türkischer Musik gibt. Denn der Lärm, den man aus den tiefergelegten roten BMW-Cabrios in brüllender Lautstärke von gegelten Jugendlichen mit Goldkettchen zu hören bekommt, hat sehr wenig mit türkischer Musik zu tun. Entweder ist das antike Arabesk-Musik (Uralt-Schlager), billigster Loveparade-Verschnitt oder Aggro-HipHop aus Berlin. Leider wird dadurch hierzulande häufig das Bild der modernen türkischen Musik geprägt.
Die Musikindustrie in der Türkei hat lange ausschließlich für den einheimischen Markt produziert. Inzwischen hat sie nicht nur die neuen Turk-Staaten (Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgisistan, Turkmenistan und Usbekistan), sondern das gesamte östliche Mittelmeer und Griechenland als Absatzgebiet für sich entdeckt. Die Umsätze sind gestiegen, obwohl es massenhaft Raubkopien gibt.
Viele interessante neue türkische Musikstars haben lange im Ausland gelebt, sind in Europa aufgewachsen oder haben in den USA studiert; z. B. Atiye Deniz, Hadise, Eylem, Rafet el Roman, Pamela, Sultana, Ayhan Sicimoğlu und Sultan Tunc. Das Ergebnis ist immer häufiger international gängige Tanzmusik, die rein zufällig türkische Gesangspassagen hat. Moderne Bauchtanzmusik z.B. von Harem ist lupenreinen Tribal-House; Grup Hepsi, Serdar Ortac oder 4Yüz produzieren RnB, wie er weltweit von MTV verbreitet wird; Athena machen Ska; von Emre Altug, Teoman und Mor Ve Ötesi kommen radiotaugliche Rocksounds; Nil und Göksel liefern Wave-Pop, Ceza und Mert Icgören kreieren massentauglichen Hip Hop.



foto: istockphoto.com

Im Prinzip gibt es in der Türkei, musikalisch gesehen, die gesamte Bandbreite an stilistischer Vielfalt, wie in jedem europäischen Land, von Punk bis Techno, von Deathmetal bis Lounge und von fürchterlichem Herz-Schmerz-Schlager bis zu völlig abgedrehten Kompositionen einiger Kunstakademie-Studenten.
Natürlich wird es weiter Arabeskmusik geben, aber die Musik der Türkei ist in den letzten Jahren auffallend internationaler geworden. Die heimwehkranken Auswanderer und die konservative Landbevölkerung der anatolischen Hochebene verlangen nach orientalisch geprägter Volksmusik, aber durch die massiv gewachsene Tourismusindustrie in den Küstenregionen strömen jährlich Millionen von Touristen ins Land, und auf deren „westlichen“ Geschmack hat man sich auch musikalisch eingestellt. Da will man nicht nur Reggae und House für den türkischen Eigenbedarf verwenden, da schaut man inzwischen ganz gezielt über den Tellerrand.


foto: istockphoto.com


Die Dancefloors

Mit dem DJ-Team der „Kültür-Sisters“ hat sich worldbeatbremen das momentan unschlagbare Duo gesichert, das für moderne Sounds „Made in Turkey“ steht. Gülbahar Kültür hat inzwischen zwei Dutzend Sampler zum Thema veröffentlicht und ist unangefochten weltweit die bekannteste Fachfrau für zeitgenössische orientalischee Tanzmusik. Jeder, der sich mit orientalischer Musik beschäftigt, hat einige ihrer Sampler in seinem Plattenschrank. Bei der „Turkish Delight“-Party wird Gülbahar Kültür von ihrer jungen Nichte Ayda unterstützt, die sich auf türkischen Hip Hop und Pop konzentriert.
Nebenan auf dem Weltmusik-Floor in der „Veranda“ arbeiten zwei ihrer Kollegen: DJ Viram, der Resident von „cantina global“ in Bremen sowie DJ Jürgen Schmitz von Radio Bremen.
Auf dem dritten Floor, unten im Clubraum, steht DJ ralph „von“ richthoven (Funkhaus Europa) zusammen mit DJ Andy B., der durch seine Abende in der Lila Eule und der Lemon Lounge in Bremen bestens bekannt ist.
In der Bellydance-Show um Mitternacht präsentiert „Andreya“ sogenannten Tribal-Fusion-Style, hier werden klassische Bauchtanzbewegungen mit modernen Tanztechniken, wie Modern Dance, Flamenco, Latin und Electric Boogie verknüpft.
Auf der großen Leinwand werden Musikvideos und Ausschnitte aus verschiedenen türkischen Filmen live zur Musik vom Video-Team „projektilfilm“ rhythmisch in Beziehung gesetzt.
Das „wbb-Visuals-Team“ zeigt außerdem auf der Leinwand im Café Hunderte von gescannten Bildern aus der Türkei. Auf den Flurwänden sind, dem Thema entsprechend, großformatige Türkei-Bilder zu betrachten.


foto: guelbahar kueltuer


Die Veranstalter

”worldmusic meets clubculture” ist eine Veranstaltung des Vereins worldbeatbremen e.V. in Kooperation mit Funkhaus Europa/Radio Bremen und dem Bürgerhaus Weserterrassen.



Die Unterstützer

Die Veranstaltung wird unterstützt durch: Senator für Kultur; Universität Bremen; Hochschule Bremen; Senator für Soziales - Referat für Zuwandererangelegenheiten und Integrationspolitik; Fremdsprachenzentrum der Hochschulen im Lande Bremen; AISA & ASTA Uni Bremen; Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung BIZ; Bremer Magazin; StudentInnen der Jacobs University Bremen;


foto: istockphoto.com






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