worldbeatbremen e.v.
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Arabian Grooves                     2007.11.17

worldmusic meets clubculture,  part XVIII

- global beats on 3 dancefloors-
arab-pop. rai-hiphop, oriental house, bellydance


sa. 17.11.2007     

doors: 21:00 h
buergerhaus weserterrassen, bremen, osterdeich 70b
entry fee: 8,00 €,  /  6,00 €
international guests welcome !

 


main floor: arabian grooves:
djane guelbahar kueltuer (funkhaus europa)
dj abdul doum (marocco)
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side floor: worldmusic at its best:
djane filo (warszawa)
dj alexander (barrio populaire sounds,hh)
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club floor: global electronica:
dj pablo cuesta (latino urbano)
dj ralph "von" richthoven (funkhaus europa)        
                  

 

«arabian grooves»
Musik aus dem arabischen Kulturkreis hat in Nordeuropa eigentlich nie eine wichtige Rolle gespielt. Das Hauptproblem lag immer bei den unterschiedlichen Tonleitern, denn die Musik des Orients kennt Töne, die spätestens seit Händel und Bach für Europäer „falsch“ klingen. Dazu kommt die Komplexität der Rhythmik, die sich Ungeübten nur sehr schwer erschließt. Die Emotionalität der arabischen Musik ist hier aber eigentlich immer wahrgenommen worden, dennoch unterstrich sie gleichzeitig die „Andersartigkeit“ dieses Kulturkreises.
Der arabisch geprägte Raum umfasst ca. 22 Staaten, dazu gehören Nordafrika, der Nahe Osten und die Arabische Halbinsel. Also die ganze Region von Mauretanien bis Oman.
Durch Urlauber und Migranten hat man in Deutschland erfahren, dass es Musikstilarten wie algerischen Rai, ägyptischen Shaabi, kuwaitischen Sout und marokkanischen Gnawa gibt. Solche Musik wurde als „exotisch“ wahrgenommen, sie hatte verkaufstechnisch keinerlei Stellenwert. Sie fand einfach nicht statt, lediglich auf Migranten-Hochzeiten kam sie aus den Lautsprecherboxen. Für Discjockeys in normalen Diskotheken hatten sich solche arabische CDs als wahre „Tanzflächen-Feger“ erwiesen, als sichere Methode den Laden leer zu spielen. Diese Situation hat sich durch den 11. September 2001 nicht unbedingt verbessert, die ablehnende Haltung wurde nur noch verstärkt.


In den 80.er und 90.er Jahren wurden in Ägypten und im Libanon die Hits produziert, damals mussten die Künstler Rücksicht auf jede Menge religiöse, politische und sexuelle Tabus in ihrer Heimat nehmen, aber die Probleme sind inzwischen vielschichtiger geworden. Es sind nicht etwa so sehr die moslemischen Bruderschaften oder fanatischen Islamisten, die Einfluss nehmen wollen. Vielmehr haben die Petro-Dollars der Golfstaaten alle Vertriebswege, die Fernsehstationen und Radiosender komplett unter ihre Kontrolle gebracht. Im Grunde wird in Dubai darüber entschieden, welcher Sänger eine Chance bekommt und wer nicht. Die Globalisierung hat auch die arabische Musikwelt überrollt, es gibt fast nur noch halbbekleidete Blondinen, die arabische Playboys anschmachten und umgekehrt. Diese Schlagerproduktion für den Massengeschmack läuft auf Hochtouren, alles nach dem Schema „Ägypten sucht den Superstar“. Aber die Professionalität dieser Hochglanz-Produkte in den High-Tech-Studios von Beirut hat ungewollt zur Folge, dass jetzt das Equipment zur Verfügung steht, um auch international konkurrenzfähige Musik zu produzieren.
In den letzten 5-6 Jahren haben deshalb immer mehr spannende Veröffentlichungen aus der arabischen Welt eine Form der Verbreitung in Europa gefunden. Interessante Aufnahmen, die nicht mehr notgedrungen in Paris erstellt werden, sondern in Kairo, Beirut, Algier oder Kuwait.


Diese CDs kann man in vier Kategorien einteilen;
a)    Arab-Pop von Musikern wie Amr Diab, Hakim, Dania, Samira Said, Nancy Ajram oder Nawal Al Zoghbi.
b)    Modern Rai von Musikern wie Rachid Taha, Cheb Mami, Cheb Kader, Khaled, Faudel oder Cheb Bilal.
c)    Arabian Hip Hop von Musikern wie Intik, MSB, MTM, DAM, Arabian Knightz, Army Of One oder Clotaire K.
d)    Arabian House von Musikern wie R.E.G.-Project, Back To Basics, Guy Manoukian oder Harem.


Natürlich gibt es auch dort Bands, die ganz andere Musik machen, aber das meiste davon interessiert hier wirklich sehr wenige Menschen, wie zum Beispiel arabische Reggae-, Heavy Metal-, Salsa- und Country-Kapellen.

Und folkloristisch anmutende Musikstilarten aus dem arabischen Raum haben in Europa kaum Fans.
CDs mit moderner arabischer Popmusik kann man sich inzwischen problemlos im Internet anhören und bestellen. Künstler, wie Amr Diab, Hakim, Khaled und Cheb Mami verkaufen sich in der letzten Zeit hier bei uns recht gut, was damit zu tun hat, dass sie viele Duette mit Popstars einsingen, die im Westen berühmt sind, oder Kooperationen mit angesagten jungen Künstlern aus dem Hip Hop- und RnB-Lager eingehen. Also Stars, die die Teenager von Musik-Fernsehsendern her kennen. Samplerreihen, wie „Urban Rai“ haben speziell in Frankreich Verkaufszahlen, die sind atemberaubend. Insbesondere beim jungen Publikum kommen diese arabisch klingenden Pop-Produktionen, inzwischen auch in Deutschland, gut an.

Die Dancefloors    
Bei der „Arabian Grooves“-Party am 17.11.2007 wird auf dem Main-Floor die renommierte Djane Gülbahar Kültür Platten auflegen. Die Radio-Journalistin ist inzwischen weltweit die bekannteste DJ-Fachfrau für Musik aus dem Orient. Sie hat über 20 Doppelsampler zu dem Thema zusammengestellt und ihre CDs werden nicht nur in Dubai und Beirut gut verkauft. Auf der Party wird sie in erster Linie moderne arabische Pop-Musik auflegen, also die Hits, die in Cairo, Rabat und Damaskus jeden Tag im Radio zu hören sind. Als zweiter DJ wird Abdul Doum aus Marokko im Großen Saal arbeiten; in Bremen ist Abdul Doum als gefragter Nordafrika-Spezialist recht bekannt. Die DJ`s werden die großen Partyhits von Amr Diab, Hakim, Diana Haddad und Nancy Ajram spielen. Aber natürlich auch nordafrikanischen Rai und das alles in Verbindung mit arabischem Hip Hop und modernem R n B, wie man ihn aus vielen Metropolen des orientalischen Soundkosmos kennt.
Die elektronische Variante der arabischen Musik wird eher unten im Club zu hören sein, da legt DJ ralph.von.richthoven auf (ebenfalls Musikjounalist bei „Funkhaus Europa“). Außer `Arabian House` wird auf dem Club-Floor viel elektronische Musik mit Weltmusik-Elementen aufgelegt. Der zweite DJ im Club ist der Spanier Pablo Cuesta. Dieser DJ hat sich bekanntlich mehr auf `Latin-House` und `Brazil-Drum & Bass` spezialisiert.
Auf dem etwas kleineren Weltmusik-Dancefloor arbeiten die polnische Djane Filo aus Warschau und der Hamburger DJ Alexander. Auf dieser Tanzfläche sind die mitreißenden Weltmusik-Hits zu hören, die den Sound des Radioprogramms von Funkhaus Europa prägen.

 

Das Konzept von ”worldmusic meets clubculture”
Der Verein worldbeatbremen e.V. hat 2003 in Kooperation mit dem Radioprogramm ”Funkhaus Europa” und dem Bürgerhaus Weserterrassen die Veranstaltungsreihe ”worldmusic meets clubculture” in Bremen initiiert.
Nach siebzehn Musikreisen (Bollywood, Brasilien, Osteuropa, Frankreich, Orient, Karibik, Südafrika, Südamerika, Balkan, Westafrika, Mittelmeer, Deutschland, Kuba, Nordeuropa, Katalonien und Indien) konzentriert sich das multikulturelle wbb-Team jetzt bei der achtzehnten Party auf die Musik der  arabischen Welt.
Menschen mit unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen bereiten diesen Abend gemeinsam vor. Ziel ist die interkulturelle Begegnung und das Lernen daraus. In der Teamarbeit vor und während der Veranstaltung geht es dabei auch um Ablehnung von Rassismus und Sexismus.

Die Teams & Areas
Eigens für diesen Abend haben sich wieder über 50 Freiwillige, darunter viele MigrantInnen und internationale StudentInnen, zusammengefunden, die beschlossen haben, diese ”Arabian Grooves“-Party zu einem unvergesslichen Ereignis werden zu lassen. In 20 verschiedenen Teams wird der Abend ca. 12 Wochen lang präzise vorbereitet – und dabei ist interkulturelle Kommunikation in der Vorbereitungszeit dem Verein worldbeatbremen (wbb) besonders wichtig. Der Weg ist das Ziel!
Begrüßt werden die Gäste bei der Party Nr. 18 mit einem kostenlosen, landestypischen Welcome-Drink.


Mehrere Initiativen und Vereine werden in der Contact Area ihre Info-Tische aufbauen und dafür sorgen, dass für Interessierte möglichst viel Wissenswertes über Arabien und Nordafrika in gedruckter Form und Bildern vorliegt.
Auf der großen Leinwand werden Musikvideos und Ausschnitte aus verschiedenen arabischen Filmen live zur Musik vom Video-Team projektilfilm rhythmisch in Beziehung gesetzt. Das Visuals-Team von wbb zeigt außerdem auf der Leinwand im Cafè Hunderte von gescannten Bildern aus der arabischen Welt.
Die thematische Dekoration für das gesamte Bürgerhaus liegt in der Hand des wbb-Deco-Teams. In diesem zahlenmäßig sehr großen Team sind wie immer viele ehrenamtliche HelferInnen aktiv. Das wbb-Deco-Team ist zuständig für die Gestaltung des Cafés und des Foyers. Das visuelle und technische Konzept für den großen Dancefloor wird von wbb-Team „Deco-Light“ entwickelt und umgesetzt.
Um Mitternacht hat das Bellydance-Fusion-Duo Namadeya (Bremen) seinen Auftritt im großen Saal. Andreya & Nadine präsentieren den sogenannten Tribal-Fusion-Style, hier werden klassische Bauchtanzbewegungen mit modernen Tanztechniken, wie Modern Dance, Flamenco, Latin und Electric Boogie verknüpft.

Die Veranstalter
”worldmusic meets clubculture” ist eine Veranstaltung des Vereins worldbeatbremen e.V. in Kooperation mit Funkhaus Europa/Radio Bremen und dem Bürgerhaus Weserterrassen.

 

Die Veranstaltung wird unterstützt durch: Senator für Kultur; Senator für Soziales - Referat für Zuwandererangelegenheiten und Integrationspolitik; Universität Bremen; Hochschule Bremen; Fremdsprachenzentrum der Hochschulen im Lande Bremen; AISA & ASTA Uni Bremen; Bremer Marketing GmbH; Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung BIZ; Bremer Magazin; StudentInnen der Jacobs University Bremen; Bremer Volkshochschule (VHS); Baobab Family.

 

Siehe auch:    www.worldbeatbremen.de (da sind über 1.700 Fotos von den letzten 17 Parties zu sehen!)

 

 

 

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info  (at)  worldbeatbremen.de

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